01 April 2008

Zweiklassen-Medizin

Für ALL*e, die sich wundern, von mir schon eine Weile nichts gelesen zu haben: ich war beschäftigt. Letzte Woche war ich wieder mal in Regensburg beim 2 Monats-Checkup. Eine Übernachtung mit kompletten Durchcheken.

Das MRT "zeigt", mein Tumor sei stabil. Da sich in letzter Zeit vermehrt neurologische Symptome häufen und sich meine fokalen epileptischen Anfälle mittels einfachem Traubenzucker von vornherein "abwürgen" bzw vermeiden lassen, glaube ich den Ärtzen kein Wort, wenn sie mir weiß machen wollen, dass bei mir alles in Ordnung sei. Zumal der Langzeit- Blutzuckerwert und ein so genannter oraler Glukose-Toleranztest, der eine verdeckte Sotffwechselerkrankung aufdecken sollte das Ergebnis: "völlig normal" erbrachten.

Ich muss kein Arzt sein, um zu erkennen, dass die Symptome nicht mit dem Blutzucker, sondern mit den Stoffwechselvorgängen im Gehirn zu tun haben müssen. Möglicherweise spielt auch die Narbenbildung im Gehirn eine Rolle. Auf jeden Fall tut sich etwas Ungutes in meinem Kopf und ich will das da jetzt endlich raus haben!

Zudem hatte ich gestern mitten in der Nacht plötzlich Übelkeit und mehrere Schwindelanfälle. Es hat sich plötzlich alles "gedreht". Das gefällt mir gar nicht. In letzter Zeit häufen sich auch Symptome wie plötzlicher Schluckauf und "blaue Blitzer" (ein kurzzeitiges Aufblitzen einzelner blauer Punkte im Wahrnehmungsfeld). Sieht fast aus wie Pixelfehler am LCD-Bildschirm, nur dass sie nur für Sekundenbruchteile da sind.

Beim letzten Check habe ich bei der Visite den Ärtzen (besonders dem Hernn Oberarzt!) ausdrücklich gesagt, dass ich das Krankenhaus nicht verlassen werde, bevor ich nicht eine Besprechung mit ihm hatte nebst einer Aussage, wie lange denn meine Chemotherapie nun noch dauern solle. Daraufhin sagte man mir, ich müsste natürlich erst auf die MRT-Aufnahmen warten. Da tat ich dann auch brav.

Das Bett in, dem ich geschlafen hatte, war auch mal wieder kaputt und dummerweise war am selben Tag kein Hausmeister mehr aufzutreiben. Als ich der Schwester im Laufe des Tages erzählte, dass ich keinen Schritt aus dem Zimmer tun werde, bevor ich keine Besprechung mit dem Oberarzt hatte, bei dem die Frage geklärt werden solle, wie lange denn meine Chemotherapie jetzt noch dauern sollte, rollte die nur mit den Augen und bemerkte, dass noch am selben Tag 8 Neuzugänge rein kommen sollten. Sie meinte, dass es schon klappen würde mit einer Besprechung.

"Zufällig" war der Hausmeister dann Punkt 7 Uhr morgens am folgenden Tag bei mir am Krankenbett, um mir mitzuteilen, dass er das Bett zur Reparatur brauche. Ich war natürlich völlig überrascht, dass das dann auf einmal so schnell ging ;)

Ich frage mich, ob es nicht sein könnte, dass die PflegerInnen "zufällig" an diesem Tag noch mal den Hausmeister angerufen hatten und ihm gesgat hatten, dass er das Bett sofort reparieren soll, weil sie mich da raushaben wollen. Mir wurde natürlich eifrig versichert, dass mich keiner "rauswerfen" wollte und dass das nichts damit zu tun hätte. Wer's glaubt wird selig!

Bei der Visite war natürlich der Herr Oberarzt Derjenige, der mit Abwesenheit glänzte. Er schickte (wieder einmal) seine Assistenzarzt-Lakaien vor. Die erzählten mir dann 'voll Freude', dass bei mir ja alles in Ordnung sei. Ich bestand aber weiterhin auf einer Besprechung meiner MRT-Bilder. Diese wollten mir die Assistenzärzte nach der Visite auch geben. Also wartete ich (wieder einmal) ca. 2 Stunden und musste mich darum kümmern, was zu essen zu bekommen - ich lag ja nicht in meinem Bett, sondern saß im Speiseraum.

Danach bat mich ein Assistenzarzt in sein Büro, um mit mir gemeinsam die Aufnahmen zu betrachten. Als wir dann die CD-ROM (!) einlegten, die ich in der Radiologie gebrannt bekommen habe, verweigerte sein Computer schlicht den Dienst. Er musste Windoof neu starten. Es war nicht möglich, auf die Datenbank der Radiologie zuzugreifen, um die bereits komplett vorhandenen Bilddaten einzusehen und abzurufen. Daraufhin warteten wir noch eine Weile, es ging aber nichts. Der junge Arzt war dann so sehr im Stress, dass ich noch mal den Raum verlassen musste, damit er sich noch um einen anderen Patienten kümmern könne. Dies tat ich dann auch. Ich will mich ja nicht auf Kosten anderer Patienten "wie Arsch" verhalten...

Ich ging in der Zwischenzeit auf sein Anraten in die Radiologie, um mir einen Termin für eine Besprechung mit dem Radiologen geben zu lassen. Nachdem ich einen neuen Checkup-Termin Mitte Mai bekommen hatte, sollte es kein Problem darstellen, 2 Monate im Voraus einen 20-Minuten-Termin beim Radiologen zu bekommen. Dachte ich jedenfalls.

Die Dame am Empfang nahm meinen Terminwunsch etwas verwundert zur Kenntnis und verwies mich schlicht auf die Tatsache, dass es unüblich sei, einen Besprechungstermin bei der Radiologie zu bekommen. Man müsse einen Gesprächstermin auf der Station ausmachen. Die Ärzte würden schließlich zu jeder radiologischen Untersuchung einen schriftlichen Befund bekommen. Ich erwiederte daraufhin, dass man mich bereits beim letzten Mal mit der Assistenzärztin abgespeist hätte und ich keinen Termin beim Oberarzt bekommen würde. Man habe mich hinunter geschickt, um in der Radiologie einen Termin auszumachen. Dort könne man mich schließlich kompetenter beraten, was die Aufnahmen betreffe.

Die Dame am Empfang wollte mich mit einem Verweis auf den nächsten Termin abspeisen. Ich weigerte mich allerdings standhaft, dies hinzunehmen. Ich sagte ihr, dass ich ihre Lage durchaus verstehen könne und auch nicht auf ihrem Stuhl sitzen möchte, wenn Patienten wie ich herein kämen und sie anmeckerten, weil sie keinen Termin ausmachen würde. Ich drohte dann mit einem Beschwerdebrief bei der Geschäftsleitung.

Danach wollte ich verärgert abziehen. Man rief mich dann kurz zurück ins Büro der Radiologin. Sie fsagte, dass sie die Szene zufällig mitbekommen hätte und fügte hastig hinzu, sie könne dies natürlich nicht für jeden Patienten machen, aber sie mache eine Ausnahme. Sie schaute sich auf 3 (in worten drei!) Monitoren gemeinsam mit mir die Aufnahmen der gesamten letzten MRT-Untersuchungen im Vergleich an. Diese ziegten nach ihren Worten dass der Tumor am Rand der Resektionshöhle sich wohl beruhigt hätte bzw dass es sich ihrer Meinung nach um Narbengewebe handeln würde.

Es "schaue gut" aus. Nachdem einige neurologische Symptome, wie Schlafstörungen, extreme Stimmungsschwankungen, vereinzeltes Zucken des linken Armes und ein wiederkehrendes Zucken unter dem linken Auge leider an Häufigkeit in letzter Zeit zugenommmen haben, fällt mir ihre Interpretation nur leider schwer zu glauben. Ich denke, sie liegt ziemlich daneben, wenn sie mir erzählen will, dass da in meinem Gehirn "alles in Ordnung" sei.

Mag sein, dass die Erkrankung derzeit gestoppt ist. Mag sein, dass die Chemotherapie zumindest insoweit Wirkung zeigt, dass der Tumor nicht wächst. Allerdings kleiner wird er auch nicht. Ich musste nämlich wiederum durch Zufall (!) erfahren, dass die Chemotherapie gar nicht kurativ wirken kann bei Tumoren, die hautpsächlich Grad II Gliome sind, weil die zu langsam wachsen.

Ich wurde also schon bei der Therapieplanung schlecht beraten! Man hatte mich von Anfang an nicht auf die Möglichkeit einer PET-Untersuchung hingewiesen.

Weiterhin durch Zufall habe ich eine alte Ausgabe des Magazins "Brainstorm" der Deutschen Hirntumorhilfe e.V. in die Finger bekommen. Dort habe ich von dieser so genannten PET Untersuchung erfahren, die es ermöglicht, Stoffwechselvorgänge im Gehrin sichtbar zu machen.

Ich frage mich nun, warum mich darauf bisher niemand hingewiesen hat bzw warum mir eine PET nicht bereits vorgeschlagen wurde? Ich habe nun in den letzten Tagen im Internet recherchiert und festgestellt, dass es in Regensburg nur einen einzigen PET-Scanner gibt. Und der steht zufällig nicht am BKH Regensburg, sondern am Uniklinikum, wo ich operiert wurde. Zudem ist die Untersuchung sehr teuer, wie sich bei meiner Recherche über Wikipedia und die verlinkten Seiten im Artikel heraus stellte.

Nachdem ich (wiederum zufällig) von einer Assistenzärztin aufgeklärt wurde, dass das BKH Regensburg angeblich in Zukunft keine Übernachtungen zur Untersuchung für Hirntumorpatienten anbietet, weil diese von der Krankenkasse nicht mehr übernommen würden und ich mich mit einem Aufenthalt in der Tagesklinik begnügen solle, frage ich mich, wie das gehen soll. Die Leute bringen ja nicht mal an zwei Tagen eine vernünftige Besprechung der MRT-Aufnahmen auf die Reihe. Wie soll das dann noch am selben Tag gehen?

Was mir auffiel war, dass ich bereits im Januar gefragt wurde, ob ich denn in Zukunft nicht lieber ambulant kommen wolle. Und nun teilte man mir mit, dass das BKH "umstrukturiert" werde und es dafür nur noch eine Tagesklinik geben solle. Wenn die für eineinhalb Tage Aufenthalt immer zwie abrechenen, wundert mich nicht, wenn die Krankenkassen dem einen Riegel vorschieben.

Ich frage mich auch, ob das bei Privatpatienten anders ist. Komisch ist es ja schon, dass Pirvatpatienten eine andere Rufnummer wählen können, um Termine auszumachen. Dies ist mir jedenfalls beim Uniklinikum Regensburg aufgefallen, als ich heute einen "alten" Arztbrief vom letzten Herbst nochmal genuaer bertachtete. Ist das nicht komisch? Wird hier mit zweierlei Maß gemessen?

Laut der heutigen ZDF-Sendung heute besgat eine Studie der Uni Köln, dass Privatpatienten schneller Termine bei Fachärtzen bekommen würden, als Kassenpatienten. Ob das daran liegt, dass man bei den Privaten merh abrechenen kann?

Ist es vielleicht so, dass die ÄrztInnen, so lange sie jung sind erst systematisch "verheizt" werden, damit sie bei der nachfolgenden Abzocke "gerne mitmachen"? Werden die Nachwuchsärzte nicht systematisch darauf vorbereitet, mitzuspielen?

So, wie das gegenwärtige Gesundheitssystem aussieht, würde es mich nicht wundern. Die AssistenzärtzInnen, die erst für ein oder zwei Jahre im Krankenhaus arbeiten MÜSSEN, werden systematisch ausgebeutet!

Sie werden für jeden Scheiß, den die Damen und Herren Ober- und ChefärztInnen nicht machen wollen vorgeschickt. Die wissen nicht wo ihnen der Kopf steht vor lauter Arbeit und Verantwortung und die Damen und Herren Ober- und Chefärzte unterschreiben nur die endgültigen Arztbriefe, deren Inhalte sie nicht mal kennen. Offensichtliche Tippfehler in der Doseriung von Medikanetnen fallen denen gar nicht auf. (Ich habe selbst einen Arztbrief, der einen solchen Fehler enthält!)

Da wird munter alles unterschireben, was der Lakaie vorlegt. Ganz egal, ob dabei Menschenleben gefährdet werden, oder nicht. Verantworltich ist ja der mündige Patient immer selber. Wie das mit Hirntumorpatienten gehen soll, die in ihrem Verständnis eingeschränkt oder sogar teilweise geistig behindert sind, ist mir ein Rätsel. Wieso dabei nicht mehr Menschen ihr Leben lassen, grenzt für mich schon an ein Wunder Gottes!

Überleben ist heutzutage in diesem System wirklich Glückssache, wenn man ernsthaft krank ist! Man mächte meinen, dass die Diagnose Krebs als ernstzunehmende Krankheit angesehen werden kann. Es ist jetzt nicht grade ein Schnupfen.

Machmal denke ich, ich bin mindestens so krank wie dieses System! Wer hat denn was gegen Krebs? Wachstum ist doch was Positives! Vor allem, wenn die Gewinne wachsen, ist es doch gut, oder? Wir sind doch ein Volk von Kleinaktionären und hoffen auf rasche Kursgewinne.

Wachstum, Wachstum über alles. Über alles in der Welt. Ein System siegt sich zu Tode: die Krebs-Gesellschaft. Der Kapitalismus ist der Krebs dieser Welt!

Armes Deutschland. Das nennt sich freie Welt? Für die Reichen und Mächtigen bestimmt. Der Rest nur wenn er Glück hat! Und die Politprominenz hat angeblich von all dem keine Ahnung. Da lachen ja die Hühner! Ich will nur mal darauf hinweisen, dass im Herbst bald wieder Landtagswahlen sind. Dann werden wir mal sehen, ob die Damen und Herren PolitikerInnen von diesen Themen nichts wissen (wollen)...

Prost Mahlzeit Deutschland!

17 März 2008

Hey, da gibt's andere!

Gerade eben hab ich drüben in Gerd's Weblog ein irrers Video entdeckt, was ich Ech nicht vorenthalten kann, weil ich mich vor Lachen fast bepisst hätte...

Ich hab mir gedacht: hey, Du bist ja nicht allein. Wer hätte das gedacht ;)

Also hier ist jetzt das Video:



Super! Das würd ich auch gerne mal erleben. Genial! DAS braucht die Welt: mehr Servietten!

Online-Demnostration für die Meinungsfreiheit in ALLEN Staaten auf der Welt

Gerade eben habe ich bei Reporter ohne Grenzen eine Online-Demonstration gefunden. Die unterschiedlichen "Demonstrations-Locations" richten sich gegen die Regierungen einiger Staaten auf der Erde, die es mit der Meinungsfreiheit "nicht so genau" nehmen.

Hier ist mal der Link zu online-Demo: http://www.rsf.org/24heures/pages/index.php?id=21

Ich möchte Euch, geschätzte LeserInnen meiner "Meinungsschleuder" dazu einleden, gegen die "Meinungsverhinderer" zu demonstrieren. Wenn nicht "real", so doch wenigstens "virtuell". Mir geht es (hauptsächlich) darum, der Welt zu zeigen, dass man Meinungsfreiheit nicht (ver-)kaufen kann. So wie z.B. Google, das Unternehmen, das mit der Chinesichen Regierung zusammen arbeitet und eine zensierte Version des "Internets" in China anbietet, um sich die Pfründe für zukünftige Geschäfte schon mal zu sichern.

11 März 2008

Sicherheitsrisiko Schäuble

Ich sah heute Abend die die ARD-Tagesschau und die folgende Meldung, der nächste Blödsinn unseres "Sicherheitsrisikos Schäuble" wurde gerade heute unterzeichnet: ein Datenabgleichsabkommen mit den USA.

Obwohl jeder weiß, dass dort keine vergleichbaren Gesetze zum Datenschutz wie in Deutschland vorhanden sind. Eine unglaubliche Frechheit dieses lästigen Menschen. Ja dreht der Mann jetzt völlig durch? Dieser Mann läuft doch Amok - Schäuble ausser Rand und Band!

Die Amerikaner werden sich einen feuchten Dreck um unsere Datenschutzgesetze scheren. Es reicht dann also aus, einen einfachen Verdacht auszusprechen, um bei der deutschen Polizei ein Amtshilfeersuchen einzuleiten. Soll heissen: die Amerikaner bekommen unsere Daten auf dem Silbertablett nachgtragen.

Herr Schäuble, hauen sie doch nach Amerika ab, wenn's Ihnen bei uns nicht gefällt! Gehen Sie doch "nach drüben" zu Ihren Stasi 2.0-Freunden. Da können Sie dann mit dem Bush im Busch hocken und die Bürger bespitzeln.

Ich plädiere für eine sofortige Ausweisung dieses "unerträglichen Sicherheitsrisikos". So einer bekommt dann auch noch Geld für eine "Leistung" in der Politik? Wie soll sich so einer denn (noch) sinnvoll integrieren in die deutsche Zivilgesellschaft? Der Mann gehört rausgeworfen. Wer den noch wählt, kann gleich mit ihm mit auswandern. Am Besten nach Tacka-Tucka-Land zum Bush, Beckstein und Kaptain Blaubär.

Stasi raus, Nazis raus. Alle raus, die so unerträglich sind!

Prost Mahlzeit Deutschland, prost Mahlzeit Terroristenjäger!

Führt Euren Krieg gefälligst ohne uns! Aber ohne euer "Spielzeug"!

Stasi 2.0 - Politik beim Bundesverfassungsgericht!

Gerade lief die Tagesschau auf ARD. Soeben wurde in der Sendung die Meldung gebracht, dass das Bundesverfassungsgericht das Gesetz zur flächendeckenden Überwachung von Autokennzeichen ohne konkreten Grund für verfassungswidrig erklärt hat.

Wenn man genauer hinschaut, ist das aber noch nicht wirklich befriedigend. Zwar müssen die Gesetzgeber die Gesetze genauer verfassen, aber das heißt noch nicht, dass der gläseren Bürger vom Tisch ist.

Nun hat die CDU/CSU-Stasi 2.0-Politik zwar die nächste Ohrfeige erhalten, aber sogleich mit einer "Bedienungsanleitung" für weiteren Unsinn dieser Art. Die Landes-Regierungen in Hessen und schleswig-Holstein haben ordendlichen Mist gebaut, so viel ist schon mal klar.

Was jedem halbwegs klar denkenden Menschen erkennbar ist, sind diese Menschen nicht fähig (oder willens?) zu erkennen: das geht zu weit!

Wer wird denn dafür wieder die Rechnung bezahlen? Der Steuerzahler, wer denn sonst. Mit gigantischem technischen Aufwand werden "satte" Trefferquoten von sage und schreibe 0,3 Prozent erzielt. Auf Kosten der Freiheit wird eine Totalüberwachung flächendeckend eingeführt, die Unsummen verschlingt und nichts bringt, ausser ein paar hundert mickrigen Fällen, in denen die "Verbrecher" ihre Versicherung nicht bezahlt haben.

Wow. Ich bin total platt. Das hätte ich nicht gedacht, dass so eine ABM für Beamten so einen durchschlagenden Erfolg haben könnte. ;)

Haben die Beamten denn nichts besseres zu tun, als uns allen nachzuspionieren? Mal ganz abgesehen davon dass die Steuerbelastung viel zu hoch ist und von Seiten der Politik immer über die so genannten Sozialbetrüger geschimpft wird. Dort sollen sie mal sparen und nicht mit völlig maßlosen Mitteln Milliarden Steuergelder raushauen für etwas das ganze 0,3 % Trefferquote bringt. Sehr sinnvoll.

Das Schwarzbuch der Steuerzahler lässt schon wieder Grüßen. Wird das den Abgeordneten von den Diäten abgezogen? Müssen die sich für den Unsinn verantworten, den sie da beschließen?

Nein, denn die dürfen sie sich ja selber genehmigen. So einen Job hätt ich auch gern! Dann würde ich auch in der letzten Reihe die Beine hoch legen oder Zeitung lesen und die Hand heben, wenn mich einer anrempelt. Danach schön mit satter Pension abhauen in den "wohlverdienten" Ruhestand. Dann noch ein paar Aufsichtstratspöstchen hier und ein paar Wirtschaftskontaktchen da und alles ist in Butter.

Ich behaupte, dass 60% Derer, die da abstimmen gar nicht mal wissen, was sie da eben beschlossen haben. Sonst kann ich mir nicht vorstellen, dass ein halbwegs klar denkender Mensch so etwas ernsthaft beschließt. Wenn diese Leute da in den Landtagen und im Bundestag für das tatsächlich verantwortlich übernähmen, was sie da beschließen, würde es keiner machen wollen. Traurig aber wahr. Ist das der Grund, warum dort überwiegend Pfeiffen sitzen? Soll so die Politikverdrossenheit verändert werden?

Die Polizei war bisher legal in der Lage, Bewegungsprofile von Autofahrern zu erstellen. Mit der jetzt gekippten gesetzlichen Regelung war es möglich, mittels entsprechenden Kamere-Software-Kombinationen Autokennzeichen automatisiert mit Fahndungsdatenbanken abzugleichen. Das wird sich nun vermutlich nicht wirklich ändern.

Schluss mit diesem Anpassungsdruck! Sowas kotzt mich an.

Das kalrsruher Bundesverfassungsgericht hat diesen blanken Unsinn nun teilweise auch noch mitgetragen. Ihr verletzt unser Recht auf informationelle Selbstbestimmung, meine Daten gehören mir. Ich kann sie geben, wem ich will. Und eben nicht, wenn ich nicht will.

Am besten wird sein, wir lassen uns gleich alle Nummern eintätowieren, die gescannt werden können. Oder vielleicht noch besser: jeder Bundesbürger bekommt gleich bei seiner Geburt einen RF-ID-Chip unter die Haut implantiert, damit man ihn immer schön überwachen kann. Und immer weiß, wo der grade ist.

Was ich immer wieder sage: Herr Schäuble und Kollegen sind die größte Gefahr für die innere Sicherheit Deutschlands! Die sind schlimmer, als die RAF damals war. Die haben wenigstens offen Gewalt angewendet. Die Leute tun so, als ob sie in ihren pikfeinen Anzügen und Kostümchen kein Wässerchen trüben könnten, dabei haben sie es faustdick hinter den Ohren und grinsen uns auch noch rotzfrech ins Gesicht, als ob sie völlig unschuldig wären.

Ich sage: so erzieht man Terroristen und erbitterte politische Gegner. Haben diese Leute nichts gelernt aus den 68 ern? Damals haben sich die Machthaber ähnlich arrogant über die Menschen hinweggesetzt, wie heute. Und was folgte? Der RAF-Terror. Die bleierne Zeit.

Nur weiter so. Dann wird es bald wieder Menschen geben, die die Allmachtsfantasien und den Größenwahn in der Politik mit offener Gewalt einbremsen wollen! Das bringt sicher was für die Sicherheit, wenn wir noch mehr Terroristen bekommen. Oder ist das vielleicht am Ende politisch gewollt?

Tausche Freiheit gegen Sicherheit! Wisst Ihr nicht, dass man beides verliert, wenn man das versucht?

Prost Mahlzeit Deutschland!

Ich möcht an dieser Stelle noch schwer ein Video-Dossier auf der ARD-Site zum Thema Datenschutz nd Überwachung empfehlen: http://www.tagesschau.de/inland/meldung45692.html

Raucher oder nicht???

Gerade eben habe ich in ZDF heute die Meldung vernommen: das schärfste Anti-Raucher-Gesetz deutschlands soll "gelockert" werden. Die CSU ist angeschlagen wegen der schlechten Wahlergebnisse bei den letzten Kommunalwahlen in Bayern.

Die "Lösung" soll nun wohl sein: das Nichtrauchen muss gekippt werden, um bei den Landtagswahlen im Herbst wieder besser abzuschneiden?!

Interessant! Sollen wir nun glauben, dass die CSU das aus "Sicherheitsgründen" tut. Immerhin soll das Nichtrauchergesetz ja nur für Bierzelte und Weinzelte gelockert werden, um mögliche Streitereien zu vermeiden. Und dies nur für dieses Jahr. Na da bin ich aber gespannt. Rauchen für die Sicherheit???

Für wie dumm halten Sie uns Herr Beckstein? Glauben Sie die Märchen, die Sie uns da auftischen selber? Dann sollten Sie wohl besser Ministerpräsident von Tacka-Tucka-Land werden! Vielleicht brauchen die da ja noch einen wie Sie!

Dann wäre Kaptain Blaubär Ihr Kollege beim Märchen erzählen! Das wäre doch ein Traumjob für die Zeit nach Ihrer Ministerpräsidentenschaft. Die wird nämlich bald kommen, wenn Sie so weiter machen. Die WählerInnen lassen sich nämlich nicht mal in Bayern auf Dauer für blöd verkaufen.

Prost Mahlzeit Deutschland/Bayern!

09 März 2008

Der "totale Papierkrieg" - diesmal gegen die GEZ

Liebe LeserInnen,

hier mal wieder ein neuer Post zum Thema sinnloser Papierkrieg in Deutschland. Diesmal ist die GEZ "dran". Ich wünsche viel Spass beim Lesen und hoffe, dass Euch das Lachen dabei nicht an der einen oder anderen Stelle im Halse stecken bleibt. Ehrlich gesagt finde ich das Thema nämlich nur "bedingt lustig" und ich denke, man muss schon einen "elefantösen Humor besitzen", um darüber noch lachen zu können.

Prost Mahlzeit Deutschland!
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An die GEZ
50656 Köln

Ihr Schreiben vom 16.02.2008

Sehr geehrte Damen und Herren,

In Ihrem letzten Schreiben vom 16.02.2008 haben Sie mich darauf hingewiesen, dass die Befreiung von den Rundfunkgebühren für mein Gebührenkonto am 31.03.2008 abläuft. Sie haben bei mir angefragt, ob der Grund für die Befreiung weiterhin vorliegt.

Ich möchte Ihnen hiermit mitteilen, dass der Grund für die Befreiung weiterhin vorliegt. Den angegebenen Grund habe ich nach völlig unnötiger mühsamer „Durchfragerei“ bei der Arbeitsgemeinschaft für Erwerbstätige in Landshut erfahren. Da ich an einem bösartigen Hirntumor erkrankt bin, können Sie davon ausgehen, dass das (vermutlich) auch weiterhin so bleiben wird, es sei denn, Sie haben jetzt gerade DAS Heilmittel einstecken.

Auch wenn es Sie, die „Sklaven des Systems“ nicht interessieren wird. Leider darf ich trotz meines Arbeitswillens nichts tun, weil mir ständig bescheinigt wird, ich wäre erwerbsunfähig.

Zur „Verhübschung“ der Arbeitslosenstatistiken werde ich nunmehr vermutlich von der ARGE Landshut in den Zuständigkeitsbereich des Sozialamtes „abgeschoben“.

Ich möchte hier nur soviel anmerken, dass ich es für eine absolute Zumutung halte, dass ich mich in meiner Situation andauernd rechtfertigen muss, ob ich denn nun noch krank bin bzw. ob ich denn jetzt z.B. noch von der Rundfunkgebühr befreit werden darf oder nicht. Es ist weiterhin eine absolute Zumutung, dass ich ständig wie eine Nummer behandelt werde und von Amt zu Amt weiter abgeschoben werde und sich niemand dafür interessiert, dass ich ein MENSCH UND KEINE NUMMER BIN!

Ich möchte Ihnen in aller freundlichen Bestimmtheit etwas sagen: Genau dieses Verhalten hat es ermöglicht, dass in Deutschland zwischen 1933 und 1945 6 Millionen Menschen in den Gaskammern der Nazidiktatur landen konnten. Die Juden die dort „gelandet sind“ hatten Nummern in die Arme tätowiert. Wenn Sie jetzt denken sollten, dass der Vergleich völlig unverhältnismäßig sei, so halte ich entgegen: “Wehret den Anfängen!“

Meine Frage nun an die GEZ: würde es den „Verwaltungsvorgang“ beschleunigen, wenn ich mir meine Nummer gleich in meinen Arm tätowieren lassen würde? Evtl. gleich mit einem Barcode? Dann bräuchten Sie den Code nur noch einscannen und die „entsprechend lästigen“ Menschen „aussortieren“. Das wäre doch absolut effektiv, finden Sie nicht?

Ich weiß, dass Sie, als Sachbearbeiter / Sachbearbeiterin dafür „nichts können“ und Sie nur „Ihre Arbeit tun“. Vermutlich schimpfe ich (leider wie so oft in den gesichtslosen Ämtern) den völlig falschen Menschen mit meinen sarkastischen Bemerkungen. Sie sind auch nur ein Mensch. Aber es wäre sehr nett von Ihnen, wenn Sie diesen Brief an die zuständigen Stellen weiterleiten könnten. Damit es diejenigen trifft, die solchen Unsinn in Gesetze und Vorschriften verpacken, die Sie als „Sklaven des Systems“ dann „ausbaden dürfen“.

Ich fürchte nur leider, dass der Brief am St. Nimmerleinstag in Utopia landet. Aber als Mensch wird man ja mal träumen dürfen... (übrigens: Utopia = wörtlich „Nirgendwoland“)

Leider sind Menschen auch zu solch grausamen Alpträumen fähig, wie der, den Deutschland am Anfang des 20. Jahrhunderts „geträumt“ hat. Dummerweise gibt es offensichtlich in diesem Staat genug Menschen, die breitwillig den „Rattenfängern“ hinterherlaufen, um Sie in die Positionen zu wählen, die sie zu solchem Unsinn befähigt, wie den, den Sie als Sachbearbeiter/In jetzt wieder mal aushalten müssen.

Also nichts für ungut. Sie, liebe(r) Sachbearbeiter sind nicht persönlich gemeint. Ich schimpfe hier über den gesichtslosen Amtsschimmel, der hier „mal wieder gewiehert hat“. Sie haben sich beim Lesen hoffentlich halbwegs amüsiert. Ich hoffe, dass Ihnen beim Lesen der Zeilen nicht das Lachen im Halse stecken bleibt.

Ich habe mir jetzt immerhin meinen Frust von der Seele geschrieben. Damit ist die Sache für mich erledigt. Ich habe nämlich durchaus andere (schönere) Dinge zu tun, als einen sinnlosen Papierkrieg mit sämtlichen Ämtern zu führen, die mich gängeln.

Ich wünsche noch viel Freude an Ihrem „Arbeitsplatz“, sofern dies in einem Amt überhaupt möglich ist. Ich habe eher öfter den Eindruck ,das die Menschen, die dort (freiwillig?) arbeiten zum Lachen in den Keller gehen müssen, weil die Überwachungskameras, die auf sie gerichtet sind, sie dazu nötigen, sich in eine „stille Ecke“ zu verkriechen, um noch heimlich Freude an der Arbeit haben zu können.

Ich habe mich jedenfalls beim Schreiben dieser Zeilen (halbwegs) amüsieren können. Damit bekomme ich für meine Rundfunkgebühren dann wenigstens doch noch ein klein wenig ernsthafter Unterhaltung geboten. Das Fernsehprogramm ist leider meist so schlecht, dass ich dafür nicht wirklich was zahlen wollen würde.

Als Student bin ich mir ohnehin schon verdächtig vorgekommen, weil ich die Gebühren bezahlt hatte. Wussten Sie, dass die Terror-Attentäter, die beim so genannten 9/11 beteiligt waren im Nachhinein dadurch aufgefallen sind, dass sie als Studenten „freiwillig“ ihre Rundfunkgebühren bezahlt haben?

Es grüßt Sie mit freundlichen Grüßen die „arme, geknechtete Seele“

Gerd Löffler

PS: Kopf hoch, Sie dürfen ja vielleicht bald in Pension gehen. Wenn sie noch was bekommen. ;)

PPS: Diese und ähnlich „böse“ und unterhaltsame Geschichten können Sie online finden unter:
http://gerdprivat.blogspot.com (aber lassen Sie sich nicht in der Arbeit dabei erwischen. Sonst werden Sie am Ende auch noch gegängelt...)

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Hinzufügung nach nochmaligem Lesen: Falls ihr mich für unzurechnungsfähig halten wollt - nur zu. Ich habe zwar ein Loch im Gehirn (im wörtlichen Sinne), aber ich kann noch sehr gut denken. Und ich galube, ich denke grade, dass ich sehr gut verstehe, was hier in diesem Land schief läuft. Dazu braucht man nur "die Augen auf zu machen!" Aber schaut nicht zu genau hin, die Wahrheit will nämlich keiner so genau wissen! Die schmerzt nämlich...

02 März 2008

Uff - die sechste!


So, jetzt hab ich wieder einen Chemotherapie-Zyklus gut hinter mich gebracht. Diesmal war es der sechste und die Auswirkungen waren ganz gut verträglich. Bis auf ein paar mal (mäßige) Übelkeit und etwas Magenschmerzen war alles ruhig. Ich war auch sehr diszipliniert beim Essen! Nur nicht zuviel essen und nicht zu fett!

Ich habe auch sehr darauf geachtet, nur eine Zofran pro Tag zu nehmen. Dann wirkst sich das weit weniger massiv auf das Verdauungssystem aus! Wenn's irgend ging, bin ich statt eine Tablette zu nehmen, an die Frische Luft gegangen. Das half auch halbwegs gegen die Übelkeit.

Dann noch wie oben angeduetet auf das Essen achten und schon geht die "Sache" ganz ruhig über die Bühne...

Ich wollte hier mal ein Foto posten, für alle Diejenigen, die sich über Google mal zu diesem Blogpost "verirren" sollten. Für die Menschen, die mit Temodal/Temozolomid eine Chemotherepaie machen müssen. Gegen einen bösartigen Hirntumor, wie bei mir.

Achtung! Suchmaschinenbegriffe: "Oligodendrogliom WHO Grad III", Hirntumor, Chemotherapie

Es ist völlig normal, dass man so eine "Art Jahresringe" bekommt auf den Finger- und Zehennägeln. Ich hab da mal ein Foto von meinem Zeh gemacht. Siehe oben!

Die Querrillen in schön regelmässigen Abständen deuten darauf hin, dass man regelmässige Wachstumsstörungen bei allen sich schnell teilenden Zellen hat. Das ist bei der Temodal-Chemo normal. Da die ja nach dem Rhythmus 5 Tage Zytostatika und 23 Tage Pause abläuft, ergibt sich daraus nach einer Weile ein "wunderschön regelmäßiges Muster".

Naja, so schön ist es auch nun wieder nicht ;)

Alles Gute allen, die es betrifft! Es wird!

01 März 2008

Transrapid, ja bitte! Aber warum so klein?

Ich hatte gearde eine Vision für Bayern. Nein für Deutschland. Nein, was sag ich denn: für ganz Europa!

Sie hat mit dem Transrapid-Projekt zu tun, das die (heilige) bayerische Staatsregierung plant. Bekanntlich soll ja zwischen München und dem so genannten Münchner Flughafen eine Transradpidstrecke gebaut werden.

In meiner visionären Art habe ich (beim Duschen heute morgen) natürlich sofort erkannt, dass dieses Ziel noch viel zu kurz gegriffen ist! Die Transrapidstrecke würde Milliarden verschlingen und nichts weiter leisten, als die fetten, satten Münchner 10 Minuten früher zum Flughafen zu bringen. Dabei weiß doch jeder Landshuter, dass Landshut seit dem Bau des Franz-Joseph-Strauß Airports näher am Münchner Flughafen liegt, als München selber.

Konsequenterweise müsste er deswegen natürlich "Airport Landshut" heissen, aber dazu später mehr. In diesem Post geht es schließlich um echte Visionen für Europa!

Meine Meinung ist, wie in der Überschrift bereist angedeutet: Transrapid, ja bitte! Aber dann gscheit!

Die Streckenführung bis zum Fluhafen ist doch viel zu kurz gedacht! Wenn schon, denn schon! Als Anfangsprojekt müsste die Streckenführung vom Hbf München doch mindestens bis Plattling gehen - dort gibt es den nächsten ICE-Anschluss!

Die Vision für Europa müsste dann natürlich noch viel weiter reichen: der Transrapid muss also mindestens bis Budapest oder Bratislava gehen. Also: München, Airport, Landshut, Dingolfing (für die BMW-Manager), Plattling (nächster ICE-Anschluss bis Hamburg), Linz, Wien, Budapest/Bratislava.

Das wäre eine echte Vision für Europa. Das würde Bayern noch wesentlich besser an das Wirtschaftswachstum in Osteuropa bzw im Balkan anbinden, das sich derzeit massiv die Österreicher "unter den Nagel reissen" wollen. So geht das natürlich nicht! Die Bayern haben da schon noch ein Wörtchen mitzureden...

Dann gäbe es natürlich auch demnentsprechende EU-Subventionen für ein solch visionäres Großprojekt. Und ganz nebenbei könnte noch der ein oder andere kleine Milliardenauftrag für bayerische/deutsche Unternehemen abfallen. BMW natürlich ganz vorn mit dabei, versteht sich. Die Streckenführung würde schließlich der Werksstruktur von BMW angepasst.

Ach ja, eine Haltestelle in Steyr müsste dann natürlich auch noch eingeplant werden. Damit die BMW-Manager schneller reisen können. Ganz ohne lästige Staus auf den mit BMW s überfüllten Autobahnen...

Dann wäre natürlich China auch am Transrapid schwer interessiert, weil das dem gesamten Ost(bayerisch-)europäischen Raum immensen wirtschaftlichen Auftrieb verschaffen würde und das ja neuerdings genau das ist, was die Kommunisten in China wollen...

Als, bitte liebe Leserinnen und Leser, betet für die bayerische Staatsregierung, auf dass sie diesen göttlichen Einfall erhalten möge!

Nichts gegen unseren neuen, hochgeschätzten, fränkischen Ministerpräsident Beckstein. Aber wenn ich schon höre, dass er mit "Demut" das Amt annimt, da wird's mir schon schlecht. Sowas kann ja nur ein Christ von der "falschen Sorte" sagen. Ein gestandner Katholik hätte so einen Blödsinn niemals gesagt!

Zum Hernn Ministerpräsident Beckstein nur soviel: Gott erhalten ihn. Und das möglichst bald! Wir brauchen einen neuen Franz Joseph Strauß! Einen Mann mit Format (2 x 1,5 x 1,5 Meter)

Prost Mahlzeit. Soldat Schweik meldet sich ab vom Dienst!

28 Februar 2008

Kooperation von Microsoft und AEG


Wie aus gut informierten Kreisen zu hören ist, planen Microsoft und der deutsche Konzern AEG eine strategische Image-Partnerschaft.

Nachdem Microsoft empfindliche Strafen wegen diverser problematitscher Geschäftspraktiken zahlen musste, haben sich die Redmonder nun entschlossen, eine startegische Partnerschaft mit AEG einzugehen. Wie ein erstes (vertrauliches) Logodesign für die neue Windows-Version mit dem Codenamen VIENNA beweist, setzt Microsoft nun auf das bewährte Bodenständige Image von AEG.

Mit ihrem Slogan "Ausschalten, Einschalten, Geht wieder" sind sie die idealen startegischen Partner für Microsoft! Das hat bei Windows im Zweisfelsfall ja ohnehin schon immer funktioniert.

Oben das (noch vertrauliche) Logo aus dem neuen Mischkonzern Microsoft/AEG.

Die erste Ohrfeige aus Karlsruhe für Stasi 2.0-Chef Schäuble...

HA!

Ich habe es ja immer schon gesagt. Diese Schnüffelei geht zu weit! Jetzt haben wir die Bestätigung aus Karlsruhe erhalten: es gibt ein Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung. Das Datenspionage-Gesetz in diesem CDU-Bundesland da ist nur noch in äußerst engen Grenzen zulässig.

Jetzt, da die CDU/CSU mit Schäuble als "Sicherheits-Obermufti" eine ordentliche Ohrfeige verpasst bekommen hat, spielen sie sich schon wieder als Partei für Sicherheit UND Freiheit auf. Als ob das zusammengehen könnte, wenn man versucht, das eine für das andere zu verkaufen!

In diesem Spiegel-Online-Artikel berichten die Journalisten von einem Recht auf "Gewährleistung der Vertraulichkeit und Integrität informationstechnischer Systeme". Das war längst überfällig!

Die nächste Ohrfeige für diese Datenschnüffler mit den Stasi/Gestapo-Methoden ist bereits in Arbeit. Die Vorratsdatenspeicherung wird auch noch gekippt werden! Die nächste Verfassungsklage ist bereits in Arbeit.

Ich frage mich, wofür diese 'Nieten in Nadelstreifen' in der Politik eigentlich ihr Geld bekommen? Für's Handheben? Offensichtlich lesen sie ihre eigenen Gesetze nicht, sonst würden sie verstehen, dass sie sich da mit dem Grundgesetz in Konflikt begeben. Zahlen die die andauernden Gerichtskosten, die durch ihr Unvermögen entstehen eigentlich? Oder sind's nur wieder die Steuerzahler?

Dass da Bayern wieder ausscheren will, war ja eh klar. Die Bayern sind da ja was "Besseres". Die Laptop und Lederhosenpartei CSU [Communitisch Soziale Union, äh Verzeihung Christlich Soziale Union - immer diese Verwechselungen ;) ] Hat das bereits in ihren Propaganda-Heimatblättern wie z.B. die hiesige so genannte "Landshuter Zeitung" verlautbaren lassen.

Die CSU ist da der Zeit natürlich weit voraus! Eine derart zukunftsweisende Politik wie die der CSU muss solcherlei Probleme natürlich weit im voraus bedenken und schon handeln, bevor es zu spät ist. Darum ist Bayern ja das "fortschrittlichste Bundesland Deutschlands" und hat zum wiederholten mal in Folge ein AAA-Ranking eines dieser "ANALysten-Häuser" bekommen.

Gut dass die bayerischen Politiker (Politikerinnen braucht man bei der CSU ja nicht zu erwähnen, die schiebt man ins Fürther Landratsamt ab...) da wesentlich schlauer sind. Mit der bayerischen Bauernschläue hat sich so manches "Problemchen" schon von selber gelöst. Wie zum Beispiel diverse "Amigo-Affariren" in der Vergangenheit bewiesen haben.

Ein Ministerpräsident Stoiber geht dann halt nach Europa um das zu entbürokratisieren statt den 'Freistaat'. Hierzulande hat man dafür eh keinen Bedarf. Deshalb wird der Ministerpräsident Beckstein es auch sehr leicht haben in seinem Amt! Er hat ja auch bereits Erfahrungen als Innenminister gesammelt. Der findet also sicher einen ausgezeichneten, (fast) legalen Weg, die Bayern trotzdem auszuspionieren. Ganz ohne Karlsruhe.

Gut, dass hierzulande eh keiner ernsthaft mit Laptops was zu tun bzw. zu verbergen hat. Gell Herr Zwick und Herr Strauss junior!

Da braucht ja jetzt keiner mehr was zu fürchten, weil die Karlsruher Richter Euch ja für die Steuerhinterziehung mit Euren Computern wieder ein Grundrecht eingeräumt hat...

Das ist das wahre Problem in diesem Staat! Die Laute, die uns regieren haben keine Ahnung, was sie da tun und zahlen dürfen wir! Dummerweise ist ja bald wieder Wahl. Ich bin ja schon gespannt, wie dumm die Merheiten in Bayern wieder sein werden.

Na, wenn sie mal in die freien Meinungsäußerungen Anderer schauen würden mit den Laptops, die die Bayern jetzt so zahlreich benutzen, kann ja nix schiefgehen!

Prost Mahlzeit. Bis zum nächsten Watschenbaum, Herr Schäuble!

26 Februar 2008

Uff - Die fünfte!


Heute hab ich ganz schön gehackelt, wie die Österreicher so schön sagen...

Dafür, dass ja seit gestern Chemophase ist, tu ich ziemlich viel. Ich denk, ich werde mich jetzt mal langsam "zurückziehen" vom Arbeiten für heute. Nur noch schnell einen Post schreiben...

Ein Foto vom "Frühstücksritual" mit dem leckeren Tee von Georg wollte ich noch präsentieren...

So wie oben abgebildet sieht in etwa mein Frühstückstisch aus. Rechts der "gutste" Tee von Georg. Danke noch mal dafür!!! Sehr lecker! Oolong Tee oder so. Dafür braucht es natürlich ein angemessenes Behältnis.

Im Zentrum des Bildes meine heiß geliebte Teeschale von Patrick Sargent. Die ist vermutlich schon ein kleines Vermögen wert.

Der hatte so etwa 1998 an der Keramik-Fachschule in Landshut einen Workshop gemacht und dazu eine Ausstellung. Für die SchülerInnen und LehrerInnen gab es zur Ausstellung super-Sonderpreise. Ich habe damals für diese eine Teeschlae "schlappe" 50 DM bezahlt.

Mittlerweile hat er sich leider umgebracht. So etwa um 1999, noch bevor wir die schreckliche Nachricht erfuhren, dass Patrick Sergant tot ist, hatte ich einen Blick auf einen Sotheby's Katalog mit einer Auktion von Keramiken in London. Darunter einige Stücke von Patrick. Wenn ich mich recht entsinne waren das damals für eine Schale ca. 400 DM als Startpreis für die Autkion.

Da er mittlerweile tot ist und ich ein wunderschönes Unikat ergattern konnte, ist das Ding vermutlich mittlerweile unbezahlbar.

Ich sag es Euch aber allen gleich: ich geb sie nicht her!

So viel könnt ihr mir nicht bezahlen! Die brauch ich für meine Frühstücksrituale. Damit wird jeder neue Morgen was Besonderes. Guter Tag, jeder Tag.

:)

25 Februar 2008

Mein Besuch neulich in Wien und ein Rezept

Letzte Woche war ich in Wien, zu Besuch in meiner "alten WG". Dabei hatte ich das Privileg, dass ich einige alte Freundinnen und Freunde wieder treffen durfte.

Ich wurde von allen sehr zuvorkommend und nett empfangen und behandelt. Vielen Dank an Euch dafür!

Hier mal nur die "Highlights" meines letzten Besuches:

Ich war bei Cosi und Tom zu Besuch und wir hatten eine "Obstsaftorgie" mit kiloweise frischem Obst, aus dem wir am Abend einige seh leckere "Prototypencocktails" gemixt haben. Ohne Alkohol natürlich. Das verbietet sich für mich bis auf Weiteres. Ich hätte ja gerne mal wieder ein Fläschchen Sekt getrunken, oder wenigstens ein "Kistchen" Champagner, aber wenn's das nicht gibt, gibt's halt Selters...

Dafür habe ich den anwesenden Gästen Cosima, Tom (die waren eigentlich keine Gäste, sodnern die Gastgeber), Veronika und Stefan dann einen (ohne mich selbst übermäßig loben zu wollen) genialen Non-alcoholic-Cocktail kredenzt. Dummerweise bin ich nicht auf die Idee gekommen, ein Bild mit dem Handy vom Cocktil zu machen. Sorry, wir werden das bald wiederholen müssen. Vielleicht mag ja Jemand den Cocktail selber "nachbauen" und ein Bildchen davon machen...

Ich nenne ihn "Blutbad in Dublin". Der Titel stammt aus einer Zeit, als sich noch die eine Sorte Christen mit der anderen Sorte Christen in Irland nicht vertragen wollte und die sich gegenseitig die Bomben in Dublin "nur so um die Ohren gehauen haben".

Komisch und ich hatte gedacht, wir wären mittlerweile zivilisiert in Europa. Hab ich mich wohl getäuscht. Aber wie es scheint, Passt dieser Cocktail wunderbar auf die (neuere) Situation in Europa: selbst die größten Streithansln müssen einsehen, dass es nix bringt, sich dauernd zu "kloppen". Sie müssen einsehen, dass es viel mehr bringt, seine überschüssigen Energien in Kreatives umzuleiten bzw. zu sublimieren.

Für ALL* diese Streihansln ist dieser "Vitaminbombencocktail" genau das richtige:

Hier das "Rezept":

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"Blutbad in Dublin"
Zutaten: Erdbeeren, Himbeeren, eine Avocado, eine Banane, drei Orangen, Honig-Melonensaft, Zuckersirup, brauner Zucker für die Deko und evtl eine Kapstachelbeere oder eine schöne Erdbeere für die Deko.

Man nehme eine reife Avocado, eine Banane, drei Orangen (den frisch gepressten Saft daraus natürlich), etwas brauner Zucker, Melonensaft und etws Wasser zum Strecken.

Die Avocado "auslöfflen" und das grüne Fruchtfleisch in einen Mixer geben (bevorzugt ein Blender, es geht aber auch ein hohes Gefäß und ein Pürierstab). Die Banane dazu geben und beides ordentlich durch den Passierstab "jagen" bzw. durch den Blender zerkleinern lassen.
Dann nach und nach den O-Saft, etwas Melonensaft und etwas Wasser zugeben, um das Ganze etwas zu verdünnen.

Die ganze Prozedur unter ständigem Prürieren bzw immer wieder in den Blender schütten und einschalten. Nach Geschmack braunen Zucker oder auch etwas Zuckersirup zugeben.

Heraus kommt eine etwas dickflüssige "Brühe". Danach eine schöne Cocktailschale am Rand leicht befeuchten und den braunen Zucker in einen flachen Teller streuen. Das Cocktailglas mit dem befeuchteten Rand nach unten im Zucker auf dem Teller langsam drehen, so dass ein schöner Zuckerrand entsteht.

Danach die "grüne Brühe" in das Glas geben. Darauf kommen nacheinander ein paar Löffelchen Erdbeersaft (frisch passiert), etwas Himbeersaft (ebenfalls frisch passiert) und ein paar wenige frisch zerquetschte Waldbeeren. Die wirft man "einfach so" auf den Drink - sie stellen die "Leichenfetzen" dar, die nach so einem Blutbad übrigbleiben...

Wenn das Ganze hübsch blutig aussieht, genießen. Nach Wunsch kann man noch eine einzelne schöne Erdbeere einmal anritzen und zur Deko des Glases verwenden. Wir hatten eine Kapstachelbeere. Das ging auch und war sehr hübsch.

Dann kann man den Cocktail hübsch politisch unkorrekt genießen. Eine Prise schwarzer Humor vorausgesetzt ;)

Ende des Rezeptes
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Einen Abend wurde ich von den Jungs in der "alten WG" auch sehr zuvorkomend behandelt und bekam sogar Gute-Nacht Geschichten vorgelesen. Ich glaub das war gerade nach der Obstasaftorgie. Leider war ich nach der Orgie schon so fertig und müde, dass ich von den Einchlafgeschichten nur noch weiß, dass sie von Funny van Dannen waren. Das hatte meinen Humor ziemlcih gut getroffen, soweit ich mich noch dran erinnern kann. War ein sehr netter abend, auch wenn ich dann erst um c. 2:00 Uhr im WG-Wohnzimmer auf dem Feldbett eingepennt bin.

Ich möchte fast sagen, dass ich (während meiner Depressionen in Wien) nicht gemerkt habe, wie viele gute Freunde ich dort hatte und immer noch habe!

Vielen Dank an Euch für die schönen Tage!

Eine Kleinigkeit muss ich hier jetzt doch noch "reinquetschen". Ein paar wenige Impressionen, die mein Handy eingefangen hat...


Das hier war im Museumsquartier das MuMoK. Ein kurzer Besuch durfte natürlich für mich nicht fehlen...

Und hier haben wir die ansicht auf das Leopold Museum. Das ist gleich einmal umfallen im MQ und dann ist man schon da. Aber das wussetet ihr ja eh schon...

Dann wollte ich mich noch bei Georg Schwarz bedanken für seine großzügige Einladung zum Mittagessen und den leckeren Tee, den ich geschenkt bekam. Ich hab schon einmal ein paar Kannen davon getrunken. Ist sehr, sehr lecker! "Leider" ist der so gut für das Chi, dass ich total aufgedreht bin. Jetzt nehm ich morgens immer eine Baldrinkapsel, um wieder "runter zu kommen". Ist schon fast "pervers", aber ich bin von dem Tee so aufgedreht, dass ich kaum still sitzen kann.

Da bleibt wieder einiges an Energie für Kreativität übrig. Das werde ich gleich wieder reinvestieren in das ALL*-Projekt...

06 Februar 2008

Eigentlich...

Eigentlich wollte ich gestern schon einen Videopost online bekommen, den ich zu "drehen" begonnen habe. Dann habe ich leider festgestellt, dass der Ton meines zweiten (sehr spontan) gefilmten Clips gefehlt hat und gestern wie heute war ich wegen der erhöhten Tablettendosis gegen die fokale Epilepsie einfach zu müde und zu faul, was Gescheites zu produzieren. Drum habe ich Euch heute einen echten kleinen Leckerbissen aufgetan, den ich gerade entdekct habe auf meine Streifzügen durch die unendlichen Wieten des virtuellen Raumes:



Es ist so ein Zwischending zwischen Erzeiehung und Unterhaltung. Sagen wir mal Edutainment auf gut Neudeutsch dazu...

04 Februar 2008

Uff- die Vierte!

Jetzt hab ich aus Versehen den Post online gestellt, obwohl noch gar nichts drin war.

Aber jetzt:
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Nachdem ich in den letzten Tagen bereits einige Email-Anfragen zu meinem werten gesundheitlichen Befinden bekommen habe, nun dieser Post. Ertsmal Danke an ALL*e, die an mich denken und mit mir in Verbindung bleiben. Das gibt viel Kraft! Es zeigt mir, wie wichtig funktionierende soziale Netze sind.

Letzt Woche habe ich meinen fünften Chemozyklus relativ gut überstanden. Bis auf ein paar Unannehmlichkeiten mit Übelkeit und Magenschmerzen war an sich nichts Gravierendes, was größeren Anlass zur Sorge geben würde. Mein Gesundheitszustand ist weiterhin stabil. Zwar nicht grade rosig, aber eben auch nicht schlecht. Das lässt auf jeden Fall hoffen.

Was mir eher Gedanken macht, ist die Tatsache, dass ich immer wieder dazu zu neigen scheine, mir zu viel aufzuhalsen. Ich mache zu viele Dinge gleichzeitig und das schwächt mich eher, als dass es mich wirklich vorwärts bringt.

Das letzte MRT hat ja recht gut ausgesehen. Ich glaube, ich hatte darüber in einem früheren Post geschrieben. Leider ist es mit meinem Kurzzeitgedächtnis nicht allzu weit her in letzter Zeit. Denken kann ich in der Regel noch sehr gut, besonders, wenn es analytisch "zugeht". Nur merken kann ich mir nix. So der "zerstreuter Professor-Typ" halt.

Grade musste ich den Post auch noch mal lesen, damit ich wieder weiß, was ich geschrieben habe. Gut, dass ich hier so oft was schreibe, sonst würde ich die meisten Dinge schneller vergessen, als ein RAM-Speicher Nullen und Einsen vergisst, wenn man den Strom abstellt.

Outsourcing nennt man das. Ich hab halt noch ein Backup-Hirn, falls das erste Lücken hat...

Heute Nacht habe ich zwar gut und (relativ) ausgiebig geschlafen, ich scheine heute allerdings trotzdem mit leichten fokalen Anfällen Probleme zu haben. Mir schnurrt immer wieder die Konzentration davon, was sich in lästigen Tippfehlern äussert. Davon merkt Ihr jetzt nix, weil ich das Ganze immer weider lese und korrigiere. So viel Zeit muss ein...

Ich will hier ja ein hübsches Bildchen abgeben. Auch wenn Gerd privat draufsteht, ist es letztendlich doch ein Kunstprojekt für mich. Die Grenze zwischen Leben und Kunst ist bei mir sehr fließend, denke ich.

Ich habe meine Kunst lange Zeit getragen und jetzt trägt sie (ausnahmsweise) mal mich.

Grade habe ich übrigens festegstellt, dass ich in den letzten 2 Absätzen ca. 5 Tippfehler korrigieren musste. (sogar in diesem Satz noch 2). Lästig das.

Drum lasse ich es mal damit bewenden heute...

30 Januar 2008

Kein Bock

Heute habe ich keinen Bock, was sinnvolles zu posten.

Drum schweige ich wie ein Grab. Kein Wort kommt über meine Lippen. Über meine Finger auch nicht (für all die Tüpferlscheisser da draussen, die jetzt gleich wieder kommentieren wollten).

Jetzt gibt es wenigsten noch ein hübsches Bildchen von meinem Frühstück neulich. Damit doch noch was sinnvolles da ist.

Na das sieht doch schon gesund aus, oder?

Man erkennt gleich den Künstler. (Am minimalistischen Deckstil und der hübschen Deko)
Marmelade gab es übrigens dann auch noch.

29 Januar 2008

Mein Luxuskörper

Chemo, die fünfte. Und Action:

Na Prost Mahlzeit!

Ich habe heute streng nach Plan mit meiner Chemotherapie begonnen. Naja, eigentlich war's gestern. Jetzt ist ja schon Dienstag früh. Seit ca. 1:30 Uhr bin ich wieder wach. Ich hatte mich um ca. 22:00 Uhr schlafen gelegt mit mäßigem Unwohlsein und leichten Kopf- und Magenschmerzen.

Als ich wieder aufgewacht bin, war das Unwohlsein und die Magenschmerzen besser. Dafür sind die Kopfschmerzen stärker. Scheinbar wird das Temodal, das ich nehme im Körper in einen anderen Stoff verstoffwechselt. Dieser ist dann in der Lage, die Blut-Hirn-Schranke zu überwinden und auf die Tumorzellen im Gehirn einzuwirken.

Diesmal bekomme ich aufgrund meines leicht reduzierten Körpergewichtes eine leicht reduzierte Absolutdosis von 420mg. Da habe ich nichts dagegen. Das bedeutet nämlich, dass ich aufgrund der Packungs und Dosierungseinheiten gleich zwei Kapseln weniger pro Tag zu nehmen habe. Dummerweise gibt es keine 10mg Kapseln, sondern nur 250mg, 100mg, 20mg und 5mg Kapseln. Daher kommt es, dass ich bei 10mg Dosisreduzierung zwei Kapseln weniger nehmen muss. Und das jetzt für zwei Zyklen. Wunderbar!

Ich hatte auf der Herstellerwebsite mal gelesen, dass empfohlen wird, die Dosierung in möglichst geringer Anzahl von Einzelkapseln zu nehmen. Mir wäre natürlich am liebsten, wenn ich dat Zeuch in nur einer einzigen Kapsel drin hätte. Aber den Gefallen werden mir die Pharmakonzerne bei einem Preis von ca. 2000 Euro pro Zyklus wohl nicht tun.



Ja, ihr habt richtig gesehen! Jetzt wisst Ihr, wofür Eure Krankenkassenbeiträge ausgegeben werden. Für diesen Luxuskörper! Wenn ich mal so "spaßhalber" eine kleine Rechnung aufmachen darf: ich habe keine Ahnung, was die Operation meines Hirntumors im August gekostet hat. Ich schätze mal, dass bei einer Op-Dauer von über 7 Stunden und mindestens 3 hochqualifizierten Ärzten nebst schätzungsweise drei hochqualifizierten OP-Pflegekräften wahrscheinlich eine Summe von ca. 20000 Euro allein für die OP abgerechnet wurde. Das ist jetzt reine Spekulation, aber ich glaube, dass das allein für die OP hingehen könnte.

Nach meinem Dafürhalten müssen mindestens der Anästhesist, ein Neurochirurg und ein Pathologe beteiligt gewesen sein. Jeder mit einem Tagessatz von mindestens 1000 Euro, wenn das überhaupt reicht.

Daneben waren noch diverse Ärzte für die Planung der OP sowie die gesamte Vorbereitungskette mit EKG, EEG, Lungenröntgen, CT, MRT, fMRT usw. beteiligt. Meine grobe Schätzung: 40000 Euro dafür. Das ist wahrscheinlich noch billig, da bei der fMRT vor der Operation ein Assitenzarzt, ein (vermutlich) Medizinphysiker und mehrere Pflegekräfte anwesend waren.

Nun bin ich ja mittlerweile im 5. Zyklus angekommen. Das heißt, dass das bis jetzt dann bereits ca. 10000 Euro für die Chemo sind. Dabei sind die Supportivmedikamente noch gar nicht mit gerechnet.

Wenn ich das mal eben zusammen rechne, sind wir bis jetzt bei rund 70000 Euro.

Und dabei ist noch kein Ende in Sicht! Da soll noch mal einer sagen, ich hätte keinen Luxuskörper! :D

Ich geb Euch nen guten Tipp: nehmt es mit Humor, wie ich. Sonst könnten wir verzweifeln...

Ich schätze mal, meine Ärzte haben gut lachen damit. Na Prost Mahlzeit!

27 Januar 2008

Ich hab die Zeit, Ihr habt die Uhr...

Nur soviel dazu:


Damit auch mal wieder ein Bildchen da drin ist.

Chemotherapie Runde Nr. 5

Ab Montag steht wieder eine neue Runde Chemotherapie an. Juhu, freu ich mich (nicht;)

Ich hoffe nur, dass mir nächste Woche nicht wieder so kotzübel ist, dass ich gar nix auf die Reihe bring. Ich werde es mal gaaaanz langsam angehen lassen...

Merh später. Aber nur gaaaaanz laaaaaangsaaaaaaaaam :D